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(E-Mail: wird nur unregelmäßig gelesen. Patientenbezogene Anfragen bitte nur telefonisch über die Praxis unter 0621-417541.
Eine offizielle Email-Adresse gibt es leider nicht mehr, da automatisierter Mißbrauch damit getrieben wurde, ggf. in extrem wichtigen Fällen siehe unter Impressum)

 

 

 

Laserconchotomie

Laserchirurgische Eingriffe

Verkleinerung krankhaft vergrößerter (unterer) Nasenmuscheln mittels Laser - Therapie

Ständige Nasenatmungsbehinderungen, die man nicht dauerhaft ursächlich oder medikamentös beheben kann oder Allergien, die diese Schwellkörper krankhaft vergrößern, behindern das Wohlbefinden des Mensche und machen ihn krank. Dies, auch wenn die Scheidewand gerade ist und die Nebenhöhlen (noch) in Ordnung sind.

Lage der Nasenmuscheln in der Nase

Wenn also alles nichts hilft, muß man diese Nasenmuscheln verkleinern um wieder gut durch die Nase atmen zu können. Das geschieht entweder stationär im Rahmen einer Septumplastik oder Nebenhöhlenoperation oder ambulant in einer kurzen Vollnarkose oder auch in Oberflächenanästhesie.

 

Unsere Laserfaser zur Anwendung in der Nase

Vereinfachtes Prinzip der Laseranwendung

 

Informationen über die ambulante Laser- Conchotomie

                                                                                                                                                                                                                                                  

Für wen ist dieser Lasereingriff geeignet?

Wenn Sie unter einer chronisch behinderten Nasenatmung leiden, so können dem unangenehmen Gefühl der verstopften Nase ggf. folgende Erkrankungen bei Ihnen gehäuft auftreten:

Nebenhöhlenentzündung, Bronchitis, Schnarchen mit oder ohne Aussetzern, Kopfschmerzen, Probleme bei der Belüftung der Mittelohren, Rachen- und Kehlkopfentzündungen, morgendliches Trockenheitsgefühl im Mund- und Rachenbereich, evtl. mit Mundgeruch oder Karies bedingt durch verstärkte Mundatmung u. v. a. - kurz, wessen Nase chronisch verstopft ist der wird häufiger krank, immer und immer wieder.

Wenn als Hauptursache für die Nasenatmungsbehinderung eine Vergrößerung der unteren Nasenmuscheln festgestellt worden ist, so wurde im Vorfeld eine Allergie, Nebenhöhlenentzündung, Nasenpolypen oder Ähnliches als mögliche Ursache ausgeschlossen.

Was ist eine Nasenmuschel?

Die unteren Nasenmuscheln befinden bds. in der Nase vom Eingang bis zum Ende der Nase, den sog. Choanen und sind an den seitlichen Nasenwänden knöchern abgewachsen. Sie vergrößern die Oberfläche der Nase um die Atemluft besser anwärmen, befeuchten oder reinigen zu können - sie sind also wichtig und man darf Sie nicht entfernen. Je nach Bedarf schwellen Sie an (noch größere Oberfläche) oder ab (kleinere Oberfläche). Das ist normal und wechselt physiologischerweise auch zwischen rechts und links ab. Dieses Abschwellen kann man z.B. auch mit den (auf Dauer benutzt schädlichen) abschwellenden Nasentropfen oder - sprays erreichen, die man rezeptfrei in der Apotheke kaufen kann. Dies sollte man aber nur bei akutem Schnupfen o. Ä. tun, auf Dauer wird die Nasenatmung dadurch schlechter und die empfindliche Nasenschleimhaut wird dadurch zerstört.

Warum werden diese wichtigen Nasenmuscheln zu groß?

Ist dieses Anschwellen allerdings, z.B. durch Klimaeinflüsse, Allergien, Staub- oder Toxinexposition extrem verstärkt und die Nasenmuscheln sind über Ihr Maß hinausgewachsen, dann hilft in manchen Fällen nur noch die chirurgische Verkleinerung - entweder durch "Stahl oder Strahl" - die Mediziner meinen damit eine Verkleinerung mittels chirurgischer Instrumente oder Laser. Es gibt auch noch andere Methoden, die ich nahezu alle schon persönlich angewendet habe. z.B. Radiofrequenz, Argon-Plasma-Koagulation, Cobalation usw. Wir haben uns in unserer Praxis für einen Diodenlaser entschieden - doch dazu später mehr.

Wo genau sind diese Nasenmuscheln?

Da man sich als Laie schlecht vorstellen kann wo genau diese Nasenmuscheln in der Nase sitzen hier zusätzlich zu dem oberen Bild ein frontaler Querschnitt durch das Mittelgesicht:

Abb. 1   Abb. 2  

Abb. 1: Hier relativ normale Verhältnisse. Die Nasenmuscheln lassen noch genügend Luft (schwarz) durch die Nasenhöhle strömen obwohl die Scheidewand leicht verkrümmt ist

Abb. 2: Auf der rechten Seite des Bildes sehen sie verdickte untere Nasenmuschel und seitlich daneben die Kieferhöhle (M). Die Nasenatmung ist hier einseitig stark eingeschränkt. Die dünnen schwarzen Linien stellen die noch verfügbare Nasenatmung links dar!

Erklärung: Schwarz: Luft, Graustufen: Weichteile, Weiß: Knochen, IT: untere Nasenmuschel, M: Kieferhöhle, S: Nasenscheidewand

Wie genau geht das?

Mittels Laserstrahl (980 nm - Infrarotbereich) eines Diodenlaser können diese Nasenmuscheln elegant und meist fast völlig schmerzfrei verkleinert werden. Da der Infrarot- Laser besonders gut von "rotem Gewebe" also auch von Blut absorbiert wird, ist er besonders geeignet nicht nur das überschüssige Gewebe zu verkleinern sondern auch die immer auftretenden Blutungen gleichzeitig zu stillen. Der Vorteil ist ein für die Nase schonendes und nahezu unblutiges Verfahren. Daher kann (eigentlich immer) auf eine unbequeme Austamponierung der Nasen verzichtet werden.

Vor dem Eingriff sollten Sie keine blutverdünnenden Medikamente einnehmen, z.B. sollte eine ASS- (Aspirin) Dauereinnahme 1 Woche vor dem Eingriff abgesetzt werden und bei gelegentlicher Einnahme 3 Tage zuvor kein Aspririn mehr eingenommen werden. Mittlerweile gibt es noch zahlreiche andere Blutverdünner, bitte konsultieren Sie im Zweifelsfalle Ihren Hausarzt, ob Sie dieses Medikamente überhaupt absetzten dürfen, und wenn nein, durch was man es ersetzen kann. Oft geht das mit Heparin oder ähnlichen Medikamenten, die man sich täglich für einige Tage mit kleinen Fertigspritzen in die Bauchdecke spritzt oder spritzen läßt.

Tut das weh?

In die Nase werden Wattebäusche eingelegt, getränkt mit einem stark betäubenden und abschwellendem Medikament. Dies muß 2 x ½ Stunde einwirken, bevor der Eingriff beginnt. Es sind dann normalerweise keine relevanten Schmerzen mehr zu erwarten, zeitweise ist ein leichtes Ziehen oder Brennen zu verspüren. Selten treten bei manchen Patienten (<5%) doch unerwartet relevante Schmerzen auf, dann werden noch zusätzliche Medikamente in die Nase gegeben oder - ähnlich wie beim Zahnarzt - örtliche Betäubungsinjektionen verabreicht.

Mögliche Komplikationen?

Mögliche, aber sehr seltene Komplikationen sind: Verbrennungen, bleibende Krustenbildung in der Nase und Verletzung des Tränen-Nasenkanals - habe ich persönliche alle noch nicht erlebt. Um Augenschäden zu vermeiden erhalten Sie einen ähnlichen Aufsatz auf die Augen wie im Solarium. Alle im Raum Anwesenden müssen Laser-Schutzbrillen tragen.

Und nach dem Eingriff?

Lassen Sie sich nach dem Eingriff abholen, evtl. sollten Sie am nächsten Tag nicht (köperlich schwer) arbeiten, wir stellen Ihnen diesbezüglich gerne eine entsprechende Krankmeldung aus. In der Regel bekommen Sie bei Planung des Eingriffes eine Spezialnasensalbe verordnet, die Sie zum Eingriff mitbringen sollen und auch mindestens 1-2 Wochen nach der Laserung 1-3x täglich anwenden sollten. Nach dem Eingriff erhalten Sie ebenfalls ein Rezept für einen Spezialnasenspray.

Die ersten Tage kann die Nase noch verstopfter sein als sonst (meisten freier), was sich meist nach 5-7 Tagen legt. Am 10.-12. Tag nach dem kleinen Eingriff sollten Sie erneut eine Kontrolle entweder bei uns oder bei einem (am besten operativ erfahrenen) HNO-Arzt vor Ort durchführen lassen, es werden dann noch die restlichen Beläge, die noch stören entfernt und ab dann wird die Nase in aller Regel wesentlich freier sein als zuvor.

Wenn die Nasenscheidewand zusätzlich verbogen ist?

Falls eine zusätzliche Verbiegung der Nasenscheidewand vorliegen sollte, so kann es sein, daß ein Nasenloch weiterhin weniger Luft bekommt als die Gegenseite, trotzdem wird von unseren gelaserten Patienten generell ein deutliche Besserung angegeben. Bei relevanter Verbiegung bedeutet dieser Eingriff also manchmal nur "eine halbe Sache", aber für Patienten, die einen größeren Eingriff scheuen, wie z.B. eine Begradigung der Scheidewand, ist dieser Eingriff in aller Regel ein lohnender Kompromiß und resultiert in den meisten Fällen mit einer wesentlich freieren Nase.

Die Erfolge?

Bei weit mehr als 320 Lasertherapien der Nasenmuscheln in den letzten 5 Jahren (Stand 01/2011) berichten 95% über eine seitdem freie Nase, und nahezu 100% über ein deutliche Besserung der Nasenatmung. Lediglich einmal mußten wir örtliche Betäubungsspritzen anwenden und 2x eine Tamponade einlegen. Auch mußten wir bis jetzt erst dreimal eine Laserbehandlung wegen weiter bestehender Nasenatmungsbehinderung wiederholen oder operativ im Krankenhaus durchführen (möglich bei sehr ausgeprägtem und hartem Knochen der Nasenmuscheln) und in einigen Fällen nachträglich noch eine Scheidewandbegradigung durchführen.

Und was kostet mich der Spaß?

Die Kosten für den Eingriff entsprechen ca. dem Preis für ein besseres Paar Schuhe, die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen leider die Kosten für diesen Lasereingriff in unserer Praxis nicht mehr, genauere Informationen über unsere Praxis.

Für weitere Informationen können Sie auch hier  unsere Patienteninformation downloaden,es
ist gleichzeitig die OP-Einwilligung, die Sie auch ausdrucken und mitbringen können.

 

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Bei Fragen zur berufsrechtlichen Regelung von in Deutschland ausgebildeten Ärzten können Sie weitere Informationen beziehen bei: Bezirksärztekammer Nordbaden, Keßlerstraße 1, 76185 Karlsruhe, Telefon: 0721-5961-0, Telefax: 0721-5961-140.