|
|
Laserchirurgische Eingriffe |
| Abb. 1 | Abb. 2 | ||
|
|
Abb. 1: Hier relativ normale Verhältnisse. Die Nasenmuscheln lassen noch genügend Luft (schwarz) durch die Nasenhöhle strömen obwohl die Scheidewand leicht verkrümmt ist |
|
Abb. 2: Auf der rechten Seite des Bildes sehen sie verdickte untere Nasenmuschel und seitlich daneben die Kieferhöhle (M). Die Nasenatmung ist hier einseitig stark eingeschränkt. Die dünnen schwarzen Linien stellen die noch verfügbare Nasenatmung links dar! |
Erklärung: Schwarz: Luft, Graustufen: Weichteile, Weiß: Knochen, IT: untere Nasenmuschel, M: Kieferhöhle, S: Nasenscheidewand
![]()
Mittels Laserstrahl (980 nm - Infrarotbereich) eines Diodenlaser können diese Nasenmuscheln elegant und meist fast völlig schmerzfrei verkleinert werden. Da der Infrarot- Laser besonders gut von "rotem Gewebe" also auch von Blut absorbiert wird, ist er besonders geeignet nicht nur das überschüssige Gewebe zu verkleinern sondern auch die immer auftretenden Blutungen gleichzeitig zu stillen. Der Vorteil ist ein für die Nase schonendes und nahezu unblutiges Verfahren. Daher kann (eigentlich immer) auf eine unbequeme Austamponierung der Nasen verzichtet werden.
Vor dem Eingriff sollten Sie keine blutverdünnenden Medikamente einnehmen, z.B. sollte eine ASS- (Aspirin) Dauereinnahme 1 Woche vor dem Eingriff abgesetzt werden und bei gelegentlicher Einnahme 3 Tage zuvor kein Aspririn mehr eingenommen werden. Mittlerweile gibt es noch zahlreiche andere Blutverdünner, bitte konsultieren Sie im Zweifelsfalle Ihren Hausarzt, ob Sie dieses Medikamente überhaupt absetzten dürfen, und wenn nein, durch was man es ersetzen kann. Oft geht das mit Heparin oder ähnlichen Medikamenten, die man sich täglich für einige Tage mit kleinen Fertigspritzen in die Bauchdecke spritzt oder spritzen läßt.
In die Nase werden Wattebäusche eingelegt, getränkt mit einem stark betäubenden und abschwellendem Medikament. Dies muß 2 x ½ Stunde einwirken, bevor der Eingriff beginnt. Es sind dann normalerweise keine relevanten Schmerzen mehr zu erwarten, zeitweise ist ein leichtes Ziehen oder Brennen zu verspüren. Selten treten bei manchen Patienten (<5%) doch unerwartet relevante Schmerzen auf, dann werden noch zusätzliche Medikamente in die Nase gegeben oder - ähnlich wie beim Zahnarzt - örtliche Betäubungsinjektionen verabreicht.
Mögliche, aber sehr seltene Komplikationen sind: Verbrennungen, bleibende Krustenbildung in der Nase und Verletzung des Tränen-Nasenkanals - habe ich persönliche alle noch nicht erlebt. Um Augenschäden zu vermeiden erhalten Sie einen ähnlichen Aufsatz auf die Augen wie im Solarium. Alle im Raum Anwesenden müssen Laser-Schutzbrillen tragen.
Lassen Sie sich nach dem Eingriff abholen, evtl. sollten Sie am nächsten Tag nicht (köperlich schwer) arbeiten, wir stellen Ihnen diesbezüglich gerne eine entsprechende Krankmeldung aus. In der Regel bekommen Sie bei Planung des Eingriffes eine Spezialnasensalbe verordnet, die Sie zum Eingriff mitbringen sollen und auch mindestens 1-2 Wochen nach der Laserung 1-3x täglich anwenden sollten. Nach dem Eingriff erhalten Sie ebenfalls ein Rezept für einen Spezialnasenspray.
Die ersten Tage kann die Nase noch verstopfter sein als sonst (meisten freier), was sich meist nach 5-7 Tagen legt. Am 10.-12. Tag nach dem kleinen Eingriff sollten Sie erneut eine Kontrolle entweder bei uns oder bei einem (am besten operativ erfahrenen) HNO-Arzt vor Ort durchführen lassen, es werden dann noch die restlichen Beläge, die noch stören entfernt und ab dann wird die Nase in aller Regel wesentlich freier sein als zuvor.
Falls eine zusätzliche Verbiegung der Nasenscheidewand vorliegen sollte, so kann es sein, daß ein Nasenloch weiterhin weniger Luft bekommt als die Gegenseite, trotzdem wird von unseren gelaserten Patienten generell ein deutliche Besserung angegeben. Bei relevanter Verbiegung bedeutet dieser Eingriff also manchmal nur "eine halbe Sache", aber für Patienten, die einen größeren Eingriff scheuen, wie z.B. eine Begradigung der Scheidewand, ist dieser Eingriff in aller Regel ein lohnender Kompromiß und resultiert in den meisten Fällen mit einer wesentlich freieren Nase.
Bei weit mehr als 320 Lasertherapien der Nasenmuscheln in den letzten 5 Jahren (Stand 01/2011) berichten 95% über eine seitdem freie Nase, und nahezu 100% über ein deutliche Besserung der Nasenatmung. Lediglich einmal mußten wir örtliche Betäubungsspritzen anwenden und 2x eine Tamponade einlegen. Auch mußten wir bis jetzt erst dreimal eine Laserbehandlung wegen weiter bestehender Nasenatmungsbehinderung wiederholen oder operativ im Krankenhaus durchführen (möglich bei sehr ausgeprägtem und hartem Knochen der Nasenmuscheln) und in einigen Fällen nachträglich noch eine Scheidewandbegradigung durchführen.
Die Kosten für den Eingriff entsprechen ca. dem Preis für ein besseres Paar Schuhe, die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen leider die Kosten für diesen Lasereingriff in unserer Praxis nicht mehr, genauere Informationen über unsere Praxis.
Für weitere Informationen können Sie auch hier
unsere
Patienteninformation downloaden,es
ist gleichzeitig die OP-Einwilligung, die
Sie auch ausdrucken und mitbringen können.
|